der Alltag

Wie Angehörige den Alltag erleichtern können

Eine Demenzerkrankung führt nicht zwangsläufig zu einem Umzug ins Pflegeheim, sofern der Betroffene und die Angehörigen dies nicht wollen. In allen drei Stadien der Krankheit ist eine häusliche Betreuung in den eigenen vier Wänden zwar schwierig, aber nicht unmöglich. Gerade in einem frühen Stadium der krankhaften Vergesslichkeit können kleine Maßnahmen,
wie zum Beispiel Schilder an Schrank- und Zimmertüren (die Worte „WC“, „Kleiderschrank“ etc. oder nur deren Symbole) der Orientierung dienen.
Der Wohnungsschlüssel kann mit einem Band am Hals getragen werden, Tabletten können in speziellen Boxen vorgerichtet werden, die Koordination von Verabredungen und Arztbesuchen erfolgt über die Angehörigen.
Hierbei ist die Kreativität der Pflegenden gefragt, um auf die individuellen Defizite des Betroffenen einzugehen. Im mittelschweren Stadium gestaltet sich die häusliche Betreuungssituation als deutlich größere Herausforderung.
Autoschlüssel, Feuerzeuge oder scharfe Haushaltsgeräte etc. sollten dem Demenzkranken möglichst nicht zugänglich sein. Der Betroffene sollte spätestens ab dieser Phase auch nicht mehr alleine wohnen.
Für einen meist ebenfalls hochbetagten Lebenspartner ist die alleinige ganztägige Betreuung jedoch meist kaum zu schaffen. Hier kann bereits an einen ambulanten Pflegedienst gedacht werden.
Im dritten Stadium der Erkrankung überwiegt meist der körperliche Anteil der Hilfestellung. Da viele Betroffene nun bettlägerig sind oder dauerhaft im Rollstuhl sitzen, treten die teilweise oder vollständige Hilfestellung bei allen Tätigkeiten der Körperpflege, der Nahrungsaufnahme, der Inkontinenzversorgung und der Versorgung mit Medikamenten deutlich in den Vordergrund.
Spätestens hier ist es ratsam, fachkompetente Hilfe hinzuzuziehen. Ambulante Pflegedienste sind auf diese Form der häuslichen Betreuung spezialisiert und können genau die Tätigkeiten übernehmen, die weder der Betroffene selbst noch Angehörige ausführen können. Diese Hilfe kann teilweise ärztlich verordnet werden,      zum Beispiel bei der Versorgung von Wunden, der Verabreichung von Medikamenten und Injektionen (Insulin, Heparin etc.) oder dem Anlegen von Kompressionsstrümpfen und -Verbänden.

 

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10  erste Anzeichen

  • Vergesslichkeit mit Auswirkung auf die Arbeit und das tägliche Leben: Die meisten Menschen vergessen ab und an Namen oder Termine. Häufen sich diese Vorfälle und treten außerdem unerklärliche Verwirrtheitszustände auf, kann das ein Zeichen für eine Verminderung der Gedächtnisleistung sein.
  • Schwierigkeiten mit gewohnten Handlungen: Menschen, die viel zu tun haben, sind manchmal zerstreut und vergessen z.B. den Topf auf dem Herd. Menschen mit Demenz vergessen evtl. aber nicht nur den Topf auf dem Herd, sondern auch, dass sie gekocht haben.
  • Sprachprobleme: Die meisten Menschen haben manchmal Schwierigkeiten damit, die richtigen Worte zu finden. Menschen mit Demenz fallen aber oft einfache Worte nicht mehr ein, statt dessen verwenden sie unpassende Füllworte. Dadurch werden die Sätze schwer verständlich.

  • Räumliche und zeitliche Orientierungsprobleme: Bei vielen Menschen kommt es ab und an vor, dass sie z.B. Wochentage vergessen oder sich in einer fremden Umgebung verlaufen. Bei Menschen mit Demenz kann es passieren, dass sie in der eigenen Straße stehen und nicht mehr wissen wo sie sind, wie sie dorthin gekommen sind und wie sie wieder nach Hause gelangen.

  • Eingeschränkte Urteilsfähigkeit: Nicht immer wählen Menschen die dem Wetter entsprechende Kleidung. Bei Menschen mit Demenz ist aber die gewählte Kleidung manchmal völlig unangebracht. Sie tragen z.B. einen Bademantel beim Einkaufen oder mehrere Blusen an einem heißen Sommertag übereinander.
  • Probleme mit dem abstrakten Denken: Für viele Menschen ist es eine Herausforderung, ein Konto zu führen. Menschen mit Demenz können aber oft weder Zahlen einordnen noch einfache Rechnungen durchführen.

  • Liegenlassen von Gegenständen: Ab und an lässt fast jeder mal den Schlüssel oder das Portemonnaie liegen. Bei Menschen mit Demenz kommt es jedoch vor, dass sie Gegenstände an völlig unangebrachte Plätze legen, wie z.B. Schmuck in den Kühlschrank oder eine Uhr in die Zuckerdose. Im Nachhinein wissen sie nicht mehr, wohin sie die Gegenstände gelegt haben.
  • Stimmungs- und Verhaltensänderungen: Stimmungsänderungen kommen bei allen Menschen vor. Menschen mit Demenz können aber in ihrer Stimmung sehr abrupt schwanken, oft ohne erkennbaren Grund.
  • Persönlichkeitsänderungen: Im Alter verändert sich bei vielen Menschen die Persönlichkeit ein wenig. Bei Menschen mit Demenz kann aber eine sehr ausgeprägte Persönlichkeitsänderung plötzlich oder über einen längeren Zeitraum hinweg auftreten. Jemand, der normalerweise freundlich ist, wird z.B. unerwartet ärgerlich, eifersüchtig oder ängstlich.
  • Verlust der Eigeninitiative: Menschen arbeiten nicht fortlaufend mit der gleichen Motivation. Demenzkranke verlieren jedoch den Schwung bei ihrer Arbeit und das Interesse an ihren Hobbies manchmal vollständig, ohne Freude an neuen Aufgaben zu finden.

entnommen „merz pharmaceuticals

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