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Die drei Stadien der Demenz

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass die Krankheit in drei verschiedene Phasen (leichte, mittelschwere und schwere Ausprägung) unterteilt werden kann.

Die meisten Betroffenen werden im Alter nicht auf einen Schlag vergesslich. Tritt die Erkrankung altersbedingt auf, handelt es sich meist um einen schleichenden Prozess, der zunächst kaum auffällt.

In der ersten Phase ist die Erkrankung noch kaum von einer „normalen“ Vergesslichkeit zu unterscheiden. Der verlegte Schlüssel, die zwei verschiedenfarbigen Socken, das häufige Wiederholen von Fragen oder die vergessene Verabredung sind zwar erste Indizien, können aber auch gesunden, jungen Menschen passieren. Meist wird eine demenzielle Erkrankung daher erst im mittleren Stadium erkannt.

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Der Betroffene ist zunehmend auf Hilfe angewiesen, halluziniert, kann tägliche Verrichtungen nicht mehr selbst ausführen, hat einen gestörten Tag-Nacht-Rhythmus, erkennt seine Angehörigen oder sein eigenes Spiegelbild nicht mehr. Besonders in dieser Phase sehen sich Betroffene im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte und reagieren mitunter gereizt und aggressiv auf Hilfe. Häufig empfinden sie das Eingreifen von Angehörigen und deren ständiges Hinweisen auf das eigene Fehlverhalten als bevormundend und ungerechtfertigt.

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Gerade dann, wenn Betroffene körperlich wenig oder gar nicht eingeschränkt sind, besteht hier die große Gefahr der Selbstgefährdung, wie auch der Fremdgefährdung, zum Beispiel dann, wenn der Betroffene bei Schneefall im Nachthemd das Haus verlässt oder unbemerkt in sein Auto steigt, um Einkaufen zu fahren.

In der dritten Phase, dem Spätstadium, ist der Betroffene vollständig auf Hilfe angewiesen. Die Sprachfähigkeit hat stark abgebaut, meist reiht der Betroffene nur noch Wörter aneinander, die keinerlei Sinn ergeben. Wiederkehrende Bewegungsmuster, wie Reiben, Nesteln oder Wischen werden teilweise stundenlang ohne Pause ausgeführt.

Der Erkrankte erkennt in der Regel seine Angehörigen nicht mehr. In allen drei Phasen bleibt das Gefühlsleben vollständig erhalten. Zudem ist es wichtig zu wissen, dass die Phasen der Erkrankung zwar fortschreitend verlaufen, aber auch untereinander „springen“ können, was bedeutet, dass Betroffene immer wieder klare Phasen haben können, in denen sie ihre Situation begreifen. Dies geschieht meist in den ersten beiden Phasen und macht den Betroffenen oftmals emotional schwer zu schaffen.

Auslöser für die Entwicklung von Demenzerkrankungen können hirnorganische Erkrankungen wie Morbus Alzheimer oder Morbus Parkinson sein. Liegen solche Ursachen vor, kann die Demenzerkrankung auch in einem jüngeren Alter auftreten, sie ist nicht zwangsläufig altersbedingt. Insbesondere der Parkinson kann schon in sehr jungen Jahren auftreten.

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